Wie wird ein Ton zur Farbe???

Hier kannst du Fragen zu Schall und Wellen stellen, zum Beispiel zu Geräuschen.
Musikstern
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Wie wird ein Ton zur Farbe???

Beitrag von Musikstern »

Ich habe kürzlich in einem Buch gelesen, dass jeder Ton, wenn man ihn immer höher oktaviert, irgendwann als eine Farbe sichtbar wird. Der Ton cis soll z.B. die Farbe Türkis werden, das gis die Farbe Orange usw.
Ich spiele zwar ein Instrument (Geige), aber das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Töne irgendwann zu Farben werden. Stimmt das?? Und wenn ja, gibt es dazu eine wissenschaftliche Erklärung????
Jan Behrens
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Beitrag von Jan Behrens »

Da ich das zum ersten Mal höre kann ich nur vermuten:
Ein Ton hat je nach Höhe eine bestimmte Schwingung. "a" hat zum Beispiel 440Hz. Je höher der Ton, desto höher die Frequenz

Farben bestehen aus Licht, Lichtwellen haben wiederum auch eine Frequenz, abhängig von der Farbe. Rot hat eine niedrige Frequenz, blau eine höhere, darüber liegen die UV- und Röntgenstrahlen.
Grünes Licht liegt bei ca. 6 Teraherz= 60.000.000.000.000Hz

Beim Oktavieren wird der Ton höher, folglich auch die ja die Frequenz.
Nun könnte man meinen, irgendwann kommt man schon in den Bereich von ein paar Teraherz, doch da gibt es einen Unterschied:

Schall besteht aus Schwingungen eines Mediums (Luft, Wasser, etc.).
Licht dagegen ist eine elektromagnetische Welle/Teilchen.

Meiner Meinung nach (aber ich hab ja wie gesagt keine Ahnung) währe das so, als wenn man sagt:
Ein Elefant wiegt 4,5Tonnen, wenn ich meinen Hund immer füttere bis er 4,5 Tonnen wiegt, dann ist er ein Elefant.
Ich galube das, weil ich denke, dass aus Schall kein Licht wird, egal welche Frequenz.
das_pendel
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Beitrag von das_pendel »

Hallo,

das gibt es schon. Ich habe einen Bericht gesehen, bei dem besonders begabte Menschen bzw. Leute mit ganz besonderen Fähigkeiten gezeigt wurde. Unter anderem war eine Frau dabei, die beim Musikhören Farben sieht und dass auch noch synchron. Erklärt hat man das mit einem Effekt des Gehirns, einer Art besonderer Assoziaton zwischen Gehöhr und Musik. Die Frau sagt zumindest das sie Melodische Stücke sehen kann, aber zum Beispiel bei der aktuellen Metall-Musik sieht sie nichts. Sie selbst spielt glaube ich mittelalterliche Instrumente.

Ich habe es mal probiert : CD eingelegt und dann Augen zu und probieren.
Der Erfolg : eher bescheiden, aber Farben habe ich schon gesehen. Aber nicht der Melodie folgend.

Nun ja unser Auge - Gehirn- Zusammenspiel ist wohl doch komplizierter als man denkt.

Tschü das Pendel
Jan Behrens
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Beitrag von Jan Behrens »

Das ist dann aber eher ein psychologisches und weniger ein physikalisches Phänomen. Klar, das Hirn kriegt viel hin, was physikalisch nicht drin ist.
Aber ich hatte das so verstanden, dass es erst nach etlichen Oktavierungen passieren soll, und dann tatsächlich Licht entsteht.
das_pendel
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Beitrag von das_pendel »

Hallo,

nun gut man könnte sich vorstellen, dass die zum schwingen gebrachten Luftmoleküle durch Stossprozesse untereinander angeregt werden und ihre so gewonnene Energie als Photen (Licht) abgeben. Aber so ein Prozess ist meiner Ansicht nach nicht besonders wahrscheinlich und die Schwingungsenergie die beim einem Musikinstrument ausgestrallt wird sollte dafür nicht ausreichend sein.

Aber vielleicht kann Musikstern mal den Buchtitel und ISBN herausfinden, oder den betreffenden Abschnitt mal in Kurzform darstellen.

Ciao das Pendel
Musikstern
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Beitrag von Musikstern »

Hallo Pendel.
ja, ich habe das Buch nochmal rausgesucht. Es ist recht mathematisch alles. Zuerst wird von Forschungen eines Hans Cousto berichtet, der die Frequenz der Erdrotation mit einer Formel berechnet hat.: Dauer der Erdrotation = 1 Tag, Häufigkeit dieser Rotation = 1 mal pro Tag. Dies wird nun geteilt durch die Zeitdauer der Periode in Sekunden, was einen Wert von 0,000011574074 Hertz ergibt, die Tagesschwingung der Erde. Wenn man diesen Wert nun oktaviert (das heißt verdoppeln oder halbieren), gelangt man nach 25 maligem Oktavieren in den hörbaren Bereich von 388,36 Hertz, was heute dem Ton G in unserem Notensystem entspricht. Und dann heißt es weiter: "Wenn wir noch weiter hinaufokavieren, gelangen wir in der 65. Oktave in den für das Auge sichtbaren Bereich von 427,008 x 10hoch12 Hertz. Diese Schwingung nehmen wir über die Augen als strahlendes Feuerrot wahr." Dadurch entstehen zwei Äquivalente zur Tagesfrequenz: ein hörbares, das dem Ton G entspricht und in Hertz gemessen wird, ein sichtbares in Gestalt feuerrotem Lichtes, das in Nanometer gemessen wird.
Und da hört es dann auf bei mir! Ich kann mit "Nanometer" gar nix anfangen; wieso sind Hertz gleich Nanometer? Wieso sind Töne Farben??? Ich kann mir das einfach nicht VORSTELLEN!!!javascript:emoticon(':roll:')
Rolling Eyes Obwohl es doch ganz gut da erklärt wird. Und deshalb habe ich hier im Forum mal bei euch nachgefragt.
Das Buch ist von einem Christian Appelt und heißt "Klänge des Lebens", erschienen im Bauer Verlag im Jahr 2000. Es geht da um die verschiedenen Planeten, deren Klänge mit der obigen Formel berechnet worden sind. Hans Cousto hat dieses Wissen offenbar in den 80er Jahren in mehreren Büchern veröffentlicht.javascript:emoticon(':?')
Confused Wieso hat man davon eigentlich nix gehört? Oder hab halt nur ich nix gehört? Wer weiß denn mehr davon?javascript:emoticon(':shock:')
Shocked
Herzlichst
Musikstern
das_pendel
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Beitrag von das_pendel »

Hallo,

Hans Cousto ist ein scweizer Mathematiker der in Berlin lebt oder lebte. Ich muss mich erstmal erkundigen was er genau gemacht hat. Soweit ich es verstanden habe nimmt er einfach eine "kosmische" Frequenz zum Beispiel die Erdrotation oder die Rotation um die Sonne oder die des Mondes und Oktaviert sie solange bis ein Ton im hörbaren Bereich entsteht. Dieser ist dann offenbar auch "kosmisch" und soll heilend, beruhigend oder halt anders auf das Bewustsein wirken. Mit den Farben das gleiche.
Es gibt einen zusammenhang von Frequenz, Wellenlänge und Ausbreitungsgeschwindigkeit und deswegen kann man sie ineinander umrechnen.

Wenn ich dazu komme schreibe ich morgen nochmal.

Ciao erstmal
das Pendel
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