polung einer Leuchtstoffröhre?

Alles rund um die winzigen Teilchen aus denen alles besteht.
flow

polung einer Leuchtstoffröhre?

Beitrag von flow »

hi,
würde gerne wissen wie so ne röhre angeschlossen wird.da sin ja meistens irgendwie vier anschlüsse :?: und die sogenannten starter werden doch einfach durch den plussleiter verbunden!?

mfg
eri

Beitrag von eri »

eine Leuchtstoffröhre ist unipolar.
Jan Behrens

Beitrag von Jan Behrens »

Hallo,
An beiden Enden der Leuchtstofflampe befindet sich eine Elektrode in Form einer Wendel(Also spiralförmig).
Die Polung dieser Elektroden wechselt, wie eri schon sagte, im Takt der Netzspannung also 50 mal pro Sekunde.
Die Leuchtstofflampe geht also 50 mal pro Sekunde an und aus. Das ist besonders in Betrieben mit drehenden Maschinen wichtig.
Kann sich jemand vorstellen, was passiert, wenn sich das Blatt einer Kreissäge auch 50 mal pro Sekunde dreht?
eri

Beitrag von eri »

auf grund der Massenträgheit des Sägeblattes und des Läufers im Motor ist es nicht möglich. Entweder die Säge wurde sich nicht bewegen und irgendwann an überhitzung krepieren oder die Welle würde auf Grund der Ruckartigen Belastung brechen. Ich glaube aber ersteres passiert.
Jan Behrens

Beitrag von Jan Behrens »

Hallo Eri,
Ich bin mir nicht sicher worauf du hinaus willst, aber es gibt durchaus Kreissägen, die mit 3000 Umdrehungen pro Minute (oder 50 Umdrehungen pro sec.) Laufen.
Worauf ich aber hinauswollte, war der Stroboskop-Effekt, den man sonst aus Diskotheken kennt.
Das Blatt wird dann immer in der gleichen Position beleuchtet, und wirkt für uns, als würde es stillstehen.
Betriebe mit drehenden Maschinen benutzen deswegen ein Vorschaltgerät, mit dem die Frequenz des Wechselstroms erhöht wird.
el-haber
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Nachtrag zum Stroboskop

Beitrag von el-haber »

Hi,
das Sägeblatt muß sich nicht mit 3000U/min drehen !
Angenommen es hat 30 Zähne und dreht mit 100U/min -
Genau dann sehen wir auch ein stehendes Sägeblatt.

Das Vorschaltgerät besteht aus einem Kasten, in dem 2 Leuchtstoffröhren untergebracht sind. Die eine Röhre wird über einen Kondensator, die andere über eine Spule als Begrenzer mit Strom versorgt.
Warum?
Kondensatoren lassen die Leuchtstoffröhre einen Moment früher zünden, Spulen etwas Später als durch die reine Sinus-Spannung vorgegeben wäre.
Der Techniker spricht von Phasenwinkel oder (cos(Phi)) und meint die Zeit einer Periode der Wechselspannung, die zwischen Zündung und Maximum liegt. Nur eben als Winkel ausgedrückt, da eine gedachte Umdrehung einer Periode entspricht.

Noch was zu den Glühwendeln an den beiden Elektrodenseiten.
Die Ionisation des Gases (Hg+Neon) wird am Anfang durch erwärmen unterstützt, so daß die Röhre leichter zündet.
Es gibt aber noch eine andere Methode die Lampe zum leuchten zu bringen! Mit Hilfe einer Kapazitiven Spannungserhöhung (Kaskade aus Kondensator + Dioden) wird eine hohe Gleichspannung erzeugt, die in der Lampe zu einem Überschlag führt. Das ganze funktioniert auch mit defekten Leuchtstofflampen (Glühwendel) und ohne Starter.
CU
Stefano
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